In Barsinghausen schlägt das Herz des niedersächsischen Fußballs

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Fußballstadt Barsinghausen: Hier hat der Niedersächsische Fußballverband (NFV) nicht nur seinen Verwaltungssitz mit rund 35 Mitarbeitern, sondern der Landesverband unterhält im idyllischen Fuchsbachtal zudem ein modernes Ausbildungszentrum: Die NFV-Sportschule mit der Karl-Laue-Halle, zwei Naturrasenplätzen und einem Kunstrasenplatz sowie am Ortsrand das August-Wenzel-Stadion mit weiteren Naturrasenplätzen.

Dem NFV angegliedert ist zudem das Vier-Sterne-Sporthotel Fuchsbachtal mit Übernachtungsmöglichkeiten für rund 130 Gäste. Diese optimalen Bedingungen schätzen seit jeher nicht nur die DFB-Auswahlkicker, sondern auch viele andere Nationalmannschaften, nationale und internationale Profivereine sowie ambitionierte Amateurmannschaften. Während der WM 2006 hatte die polnische Auswahl ihr Quartier im Fuchsbachtal aufgeschlagen, bei der Europameisterschaft 1988 beherbergte das Sporthotel die von Trainer Bobby Charlton geführte Nationalmannschaft Irlands. Zu den prominenten Gästen im Fuchsbachtal gehören unter an-derem Fußball-Legende Pelé, der mit dem FC Santos bereits 1959 am Deister trainierte, sowie Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann, Matthias Sammer und natürlich Bundestrainer Jogi Löw mit seinem Team.

In erster Linie widmet sich die NFV-Sportschule jedoch der Ausund Weiterbildung all derer, die sich um die schönste Nebensache der Welt kümmern: Spieler, Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Vereinsmitarbeiter und Schiedsrichter. Seit den Anfängen in den frühen Fünfzigerjahren hat die Sportschule ihr Ausbildungsprogramm ständig ausgebaut. Mittlerweile bietet der NFV jedes Jahr mehr als 220 professionelle Lehrgänge in Barsinghausen an – um aus Fußballern bessere Fußballer, aus Trainern bessere Trainer und aus Schiedsrichtern bessere Schiedsrichter zu machen. Seinen Verwaltungssitz, und damit die Schaltzentrale des niedersächsischen Fußballs, verlegte der NFV erst 1980 von Hannover nach Barsinghausen an die Schillerstraße. Deutlich früher entstanden im Fuchsbachtal das Verbandsheim (1951), die Sportschule mit der Karl-Laue-Halle (1954) sowie das Arnold-Sauer- Jugendheim (1961, heute Sportschule 1). Später kam 1983 das NFV-Leistungszentrum mit dem August-Wenzel-Stadion an der Kirchdorfer Straße hinzu.

Seit 2005 steht mit Karl Rothmund aus dem Barsinghäuser Ortsteil Langreder ein Deisterstädter an der Spitze des Niedersächsischen Fußballverbandes. Zuvor hatte Rothmund von 1990 bis 2005 als hauptamtlicher NFV-Direktor bereits die Geschäftsstelle geleitet. Heute teilen sich Bastian Hellberg und Walter Burkhard die Geschäftsführung des Landesverbandes mit seinen rund 2700 Vereinen, mehr als 650 000 Mitgliedern und etwa 19 000 Mannschaften in Niedersachsen. Damit gehört der NFV zu den drei größten Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Unter dem Dach des NFV-Verwaltungsgebäudes an der Schillerstraße hat im Oktober 2010 auch die Robert-Enke-Stiftung ihren Sitz gefunden. Nach dem Suizid des ehemaligen National- und Hannover-96-Torhüters Robert Enke wurde diese Stiftung am 15. Januar 2010 gegründet. Die Robert-Enke-Stiftung unterstützt Projekte, Maßnahmen und Einrichtungen, die über Herzkrankheiten von Kindern sowie über Depressionskrankheiten aufklären – und deren Erforschung oder Behandlung dienen. Der stellvertretende NFV-Direktor Jan Baßler übernahm die Geschäftsführung der Robert-Enke-Stiftung, NFVPräsident Karl Rothmund ist Schatzmeister im Stiftungsvorstand.